Chalara (Schwarzfleckenpilz)
Chalaropsis thievalioides, Chalaropsis basicola, Chalara elegans
In den vergangenen Jahren hat der äusserst widerstandsfähige Pilz zunehmend Probleme verursacht. In allen Regionen wurden Chalara-Kontaminationen festgestellt. Der Pilz überlebt im Boden und auf Pflanzenresten in Form von Dauersporen. Der Krankheitserreger kommt weltweit vor und hat ein sehr breites Wirtspflanzenspektrum.
Gurkengewächse, Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten und der Obstbau sind stark betroffen. Eine vollständige Liste der Wirtspflanzen kann unter
www.cabicompendium.org/cpc/report.asp eingesehen werden.
Chalara auf Karotten
52% der beprobten Karotten sind unterschiedlich stark mit Chalara befallen (Quelle: Forschungsanstalt agroscope Changins-Wädenswil, W.E. Heller, P. Crespo, 2006). Chalara ist zu erkennen an oberflächlichen und unregelmässigen schwarzen Flecken, die innerhalb einiger Tage die ganze Karotte bedecken können. Das Problem wird sichtbar, wenn die Karotten gewaschen und in Folie verpackt sind. Die schwarzen Flecken sind eine Folge enormer Sporenbildung. Das Gemüse wird unansehlich und unverkäuflich. Erhebliche Verluste bei Händlern und Gemüsegärtnern sind die Folge. Chalara ist eine ernsthafte Krankheit am geernteten Produkt.
Bekämpfung
– Vermeiden Sie Verschleppung (beim überbetrieblichen Einsatz von Erntemaschinen)
– Schonende Behandlung vom Ernteprodukt bei der Ernte und bei der Ein- und Auslagerung
– Achten Sie auf die Fruchtfolge
– Düngen Sie sauer (org., NH4)
Nachweis
Der Pilz kann nachgewiesen werden in Bodenproben (vor der Saat), auf Karotten (vor der Einlagerung) oder im Sediment von Waschwassern (Verarbeitungsbetriebe). Bei eindeutigem Nachweis des Pilzes können Massnahmen zur Risikoverminderung getroffen werden.
| Chalara-Test im Boden |
CHF 90.– |
| Chalara-Test auf Karotten |
CHF 50.– |
| Chalara-Test auf Waschwasser |
CHF 110.– |